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ISMS-Assistent · Geltungsbereich

Geltungsbereich (Scope) festlegen

Aktualisiert am 3 Min. Pro-Abo-Stufe In Cenedril öffnen

Ziel Festlegen, welche Gesellschaften, Standorte, Abteilungen und Schnittstellen Ihr ISMS abdeckt, Ausschlüsse begründen und daraus eine dokumentierte Geltungsbereichserklärung erzeugen.

Im ISMS-Assistenten legen Sie den Geltungsbereich unter ISMS-Assistent → Organisatorischer Kontext und Geltungsbereich → Geltungsbereich des ISMS definieren fest. Sie bestimmen, welche Gesellschaften, Standorte und Abteilungen das ISMS abdeckt, begründen jeden Ausschluss, erfassen die Schnittstellen zu Dritten und erzeugen daraus mit einem Klick eine vollständige Geltungsbereichserklärung. Dieses Dokument ist das Fundament für alles, was danach kommt: Risikoanalyse, Maßnahmen und Zertifizierung bauen direkt darauf auf.

Geltungsbereich-Grenzen festlegen

Die Scope-Seite öffnen

Öffnen Sie den ISMS-Assistenten und folgen Sie dem Oberkapitel Organisatorischer Kontext und Geltungsbereich bis zur letzten Seite Geltungsbereich des ISMS definieren. Die Seite fasst die vorherigen Überlegungen zu einem konkreten, dokumentierten Geltungsbereich zusammen.

Die Seite „Geltungsbereich des ISMS definieren“ mit den Abschnitten Geltungsbereich-Grenzen, Anforderungen, Schnittstellen und der Geltungsbereichserklärung.

Gesellschaften, Standorte und Abteilungen wählen

Im Abschnitt Geltungsbereich-Grenzen sind alle Rechtlichen Einheiten / Gesellschaften, Büros & Standorte und Abteilungen aus dem Organisationsprofil standardmäßig im Geltungsbereich. Entfernen Sie den Haken bei jedem Element, das Sie ausschließen möchten.

Ausschlüsse begründen

Sobald Sie ein Element abwählen, erscheint ein Begründungsfeld. Tragen Sie hier ein, warum das Element außerhalb des Geltungsbereichs liegt. Diese Begründung erscheint später als dokumentierter Ausschluss in der Geltungsbereichserklärung und muss einem Auditor standhalten.

Nach dem Abwählen erscheint ein Feld für die Ausschlussbegründung, etwa „Reiner Produktionsstandort ohne Zugriff auf IT-Systeme des Geltungsbereichs“.

Schnittstellen und Anforderungen erfassen

Anforderungen prüfen

Der Abschnitt Anforderungen zeigt die priorisierten Must- und Should-Anforderungen aus der MoSCoW-Priorisierung. Sie wirken als Scope-Treiber und fließen automatisch in die Geltungsbereichserklärung ein. Kontrollieren Sie, ob die Liste vollständig ist.

Schnittstellen und Abhängigkeiten auswählen

Öffnen Sie den Abschnitt Schnittstellen und Abhängigkeiten. Setzen Sie einen Haken bei jeder externen Schnittstelle, etwa Cloud-Dienstleister oder IT-Outsourcing / Managed Services. Über Weitere Schnittstelle hinzufügen ergänzen Sie eigene Einträge. Jede Schnittstelle lässt sich mit konkreten Assets aus dem Register verknüpfen, damit klar ist, was über diese Grenze geht.

Der aufgeklappte Abschnitt „Schnittstellen und Abhängigkeiten“ mit den vordefinierten Schnittstellentypen und der Möglichkeit, Assets zu verknüpfen.

Geltungsbereichserklärung erzeugen und freigeben

Dokument generieren

Klicken Sie im Bereich ISMS Geltungsbereichserklärung auf Dokument generieren. Cenedril erstellt daraus eine vollständige, personalisierte Erklärung mit Ihrem Organisationsnamen, den Gesellschaften und Standorten, den Ausschlussbegründungen, den Schnittstellen, den Must- und Should-Anforderungen sowie den passenden Normzitaten.

Inhalt prüfen und anpassen

Lesen Sie das erzeugte Dokument sorgfältig durch und ergänzen Sie, wo nötig. Die Vorlage ist ein sehr guter Ausgangspunkt, Ihre Handschrift sollte am Ende dennoch erkennbar sein, besonders bei Rollen, Zuständigkeiten und unternehmensspezifischen Einschränkungen.

Speichern und zur Freigabe vorlegen

Speichern Sie die Seite über Speichern oder zunächst über Als Entwurf speichern. Markieren Sie die Geltungsbereichserklärung im Dokument-Editor als Vollständig, damit sie unter Dokumentation → Richtlinien und Verfahren erscheint und dort der Geschäftsführung zur Freigabe vorgelegt werden kann, mit dokumentiertem Genehmigungsstatus und Versionierung.

Ergebnis: Der Geltungsbereich ist festgelegt, jeder Ausschluss ist begründet, die Schnittstellen sind erfasst, und die Geltungsbereichserklärung liegt als generiertes Dokument vor, bereit zur Freigabe durch die Geschäftsführung. Damit steht das Fundament für die Risikoarbeit.

Häufige Fragen

Welche Elemente sind standardmäßig im Geltungsbereich?

Alle Gesellschaften, Standorte und Abteilungen aus Ihrem Organisationsprofil sind zunächst im Geltungsbereich. Sie nehmen einzelne Elemente bewusst heraus, indem Sie den Haken entfernen. Cenedril fragt dann nach einer Begründung, die später als dokumentierter Ausschluss in der Geltungsbereichserklärung erscheint.

Was zählt als Schnittstelle im Sinne von ISO 27001, Abschnitt 4.3?

Eine Schnittstelle ist ein Punkt, an dem Ihr ISMS Verantwortung an eine andere Organisation übergibt, also eine Daten-, Prozess- oder Vertrauensgrenze. Ein Cloud-Anbieter, der Kundendaten speichert, gehört dazu. Eine vollständige Lieferantenliste gehört nicht hierher. Prüfen Sie je Eintrag: Fließt eine für Sie relevante Information in diese Organisation hinein oder aus ihr heraus?

Muss ich für jeden Ausschluss eine Begründung schreiben?

Ja. Sobald Sie ein Element abwählen, erscheint ein Begründungsfeld. Diese Begründung muss einem Auditor standhalten, der fragt: warum genau ist das nicht dabei? Tragfähig sind konkrete Gründe wie „Reiner Produktionsstandort ohne Zugriff auf IT-Systeme des Geltungsbereichs“. Vage Formulierungen wie „nicht relevant“ genügen einer Prüfung selten.

Wie hole ich die Freigabe für den Geltungsbereich ein?

Markieren Sie die Geltungsbereichserklärung im Dokument-Editor als „Vollständig“. Sie erscheint dann unter Dokumentation → Richtlinien und Verfahren und kann dort der Geschäftsführung zur Freigabe vorgelegt werden, mit Genehmigungsstatus und Versionierung.

Kann ich den Geltungsbereich später erweitern?

Ja. Ein schmaler Geltungsbereich lässt sich später jederzeit erweitern. Das ist deutlich einfacher, als einen zu breit gefassten Geltungsbereich nachträglich zu verkleinern, weil daran bereits Risikoanalyse, Maßnahmen und Nachweise hängen.