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KI-Compliance-Assistent · Inventar & Einstufung

KI-Systeme erfassen, einstufen und ins Verzeichnis aufnehmen

Aktualisiert am 8 Min. Pro-Abo-Stufe In Cenedril öffnen

Ziel Alle KI-Systeme als Werte erfassen, je System Einsatzzwecke, Rolle und Systemrisiko beantworten, die Einstufung bestätigen und im KI-Verzeichnis die anwendbaren Pflichten je System sehen.

Im KI-Compliance-Assistenten erfassen Sie Ihre KI-Systeme im Kapitel Inventar & Einstufung. Auf der Seite KI-Inventarisierung nehmen Sie jedes System als Wert auf, unter Einsatzzwecke wählen Sie die tatsächliche Verwendung, unter Rollen und Systemrisiko beantworten Sie Bezugsform, Rollenfragen und Produktsicherheit, und auf der Seite Einstufung bestätigen Sie die Risikoklasse für alle Systeme in einem Zug. Das KI-Verzeichnis zeigt anschließend je System, welche Pflichten der KI-Verordnung gelten und ab wann.

Kapitel öffnen und KI-Systeme erfassen

Inventar & Einstufung starten

Öffnen Sie in der Seitenleiste den KI-Compliance-Assistenten und klicken Sie in der Kapitelliste auf die Zeile Inventar & Einstufung. Die Einstiegsseite erklärt in drei Karten, was im Kapitel entsteht: KI-Inventar, Klassifizierung und KI-Verzeichnis. Mit Weiter gelangen Sie zur Seite KI-Inventarisierung.

Systeme aus dem Katalog übernehmen

Der Kasten Häufig eingesetzte KI-Systeme listet gängige Werkzeuge nach KI-Technologie gruppiert. Ein Klick auf einen Eintrag legt das System als Wert vom Typ „KI-Algorithmen / -Modelle“ im Asset-Register an, erzeugt den Anbieter als eigenen Wert und verknüpft beide. Bei Geräten ohne feste Marke, etwa einer KI-Konferenzkamera, fragt Cenedril zuerst nach dem Hersteller; Übernehmen und anlegen schließt die Erfassung ab. Existiert unter demselben Namen bereits ein Wert mit einem anderen Werttyp, erscheint ein gelber Hinweis: Als KI-System führen stellt den bestehenden Wert um, Verwerfen lässt ihn unverändert.

Haben andere Assistenten bereits Werkzeuge beigesteuert, steht über dem Katalog der Kasten Vorschläge für Ihr KI-Inventar. Jeder Vorschlag trägt seine Herkunft (Aus dem Datenschutz-Kickstarter, Aus dem ISMS-Assistenten oder Aus dem Geltungsbereich), und Übernehmen verknüpft den vorhandenen Wert, ohne eine Dublette anzulegen. Vorschläge aus dem Geltungsbereich sind aus den dort verknüpften Anbietern abgeleitet: Übernehmen Sie nur, was in Ihrer Organisation tatsächlich läuft.

Die vier Wege zu einem Eintrag: Katalog, Vorlage nach Technologie, offenes Modell im eigenen Betrieb und manuelle Erfassung. Ein Katalog-Eintrag legt das System und seinen Anbieter als Werte an.

Eigene und selbst betriebene Systeme erfassen

Für Systeme ohne Katalogeintrag stehen drei weitere Wege bereit. Eigenes KI-System nach Technologie erfassen öffnet das Erfassungsformular mit vorgemerkter KI-Art und vorbelegtem Namen, etwa für ein eigenes Prognosemodell. Offenes Modell im eigenen Betrieb erfassen ist für offen lizenzierte Modelle auf eigener Hardware gedacht; Betriebsort, Anbindung und Bezugsform sind vorbelegt, ein Anbieter entfällt. KI-System manuell erfassen öffnet das Formular KI-System erfassen mit den Feldern Name (Pflicht), Anbieter / Hersteller und Zweckbestimmung; Hinzufügen legt den Wert an. Die Zweckbestimmung erscheint später im Kopf der Systemkarte auf den Klassifizierungsseiten.

Liste prüfen und Erinnerung setzen

Die Tabelle Ihre KI-Systeme führt jedes System mit Name, Anbieter und KI-Typ. Über Asset-Details öffnen Sie die Stammdaten des Werts, etwa Modelltyp, Modell-Version und Bereitstellungsmodell; für die Klassifizierung genügen Name, Anbieter und Zweck. Im Kasten Jährlicher Inventar- und Klassifizierungs-Review legt Erinnerung setzen (jährlich) den wiederkehrenden Termin an, vorbelegt mit den Personen der KI-Rolle „AIMS-Betrieb“.

Klicken Sie auf Speichern & Weiter. Die Schaltfläche verlangt mindestens ein System in der Liste und führt zur Seite Einsatzzwecke; Als Entwurf speichern sichert den Stand auch mit leerer Liste.

Einsatzzwecke wählen

Tatsächliche Verwendung je System ankreuzen

Die Seite Einsatzzwecke zeigt jedes System als Karte mit Name, Anbieter und Zweckbestimmung im Kopf und darunter der offenen Liste der Katalogzwecke mit Beispielen. Systeme aus dem Katalog kommen mit vorbelegten Zwecken an; gleichen Sie die Vorbelegung mit der Nutzung in Ihrer Organisation ab. Mehrfachauswahl ist der Regelfall, denn über alle Zwecke eines Systems zählt später der Zweck mit der strengsten Einstufung. Sobald ein Zweck angekreuzt ist, erscheinen darunter Hinweise, welche Transparenzpflicht er auslöst und ob auf der nächsten Seite Rückfragen folgen.

Passt kein Katalogeintrag, legen Sie über Eigenen Einsatzzweck erstellen einen eigenen Zweck an. Der Dialog stellt die Grundfragen des Prüfbaums, und der Zweck trägt danach das Abzeichen Eigener Zweck.

Zu Rollen und Systemrisiko weitergehen

Speichern & Weiter wird erst aktiv, wenn jedes System mindestens einen Einsatzzweck trägt; bis dahin steht über der Fußzeile der Hinweis Bitte wählen Sie für jedes System mindestens einen Einsatzzweck aus. Die Schaltfläche legt einen Entwurf ab und öffnet die Seite Rollen und Systemrisiko. Veröffentlicht wird in diesem Durchlauf erst auf der Seite Einstufung; bis dahin wechseln Sie frei zwischen den drei Seiten, und auch Zurück sichert den Zwischenstand.

Rolle und Systemrisiko bestimmen

Bezugsform und Rollenfragen beantworten

Jede Karte beginnt mit dem Block Ihre Rolle zu diesem System. Wählen Sie im Feld Wie sind Sie zu diesem System gekommen? die Bezugsform, von Fertiges Produkt eines Anbieters, als Dienst bezogen über Offenes Modell, eigene Anwendung darum gebaut bis Eigenentwicklung ohne fremdes Basismodell. Unter dem Feld sagt eine Zeile, ob daraus die Anbieter- oder die Betreiberrolle folgt. Prüfen Sie danach die beiden vorbelegten Fragen: Geben Sie dieses System als Produkt an andere Organisationen weiter, verkaufen oder vertreiben Sie es? steht auf Nein, Setzen Sie das System in Ihrer Organisation selbst ein? auf Ja. Bei Anbietern folgen weitere Fragen, etwa ob das System ein KI-Modell mit allgemeinem Verwendungszweck ist, das Sie selbst bereitstellen.

Bezug zur Produktsicherheit einordnen

Der Block Produktsicherheit erscheint bei jedem System, weil er einen eigenen Weg in die Hochrisiko-Einstufung öffnet. Wählen Sie eine der drei Optionen: Kein Bezug zum Anhang I, Sicherheitsbauteil eines Anhang-I-Produkts oder Das System ist selbst ein Anhang-I-Produkt. Beim Sicherheitsbauteil folgen zwei Ja/Nein-Fragen, die den Weg wieder schließen können. In beiden Ja-Fällen wählen Sie unter Welcher Unionsharmonisierungsrechtsakt gilt? den Rechtsakt, vorbelegt mit den Rechtsakten aus dem Organisationskontext. Fehlende Antworten in diesem Block halten Speichern & Weiter nicht auf; gehen Sie ihn deshalb bewusst durch.

Das Auswahlfeld zur Bezugsform bestimmt die Rolle, die drei Optionen unter „Produktsicherheit“ den Weg über Anhang I. Die Rechtsakt-Auswahl erscheint nur bei einem Sicherheitsbauteil oder einem Anhang-I-Produkt.

Vertiefungsfragen und Ausnahme beantworten

Berührt ein gewählter Zweck ein sensibles Einsatzfeld, zeigt die Karte den Abschnitt Vertiefungsfragen zu den Einsatzzwecken. Jede Frage beantworten Sie mit Ja oder Nein; die graue Zeile darüber nennt den auslösenden Zweck, und Erläuterung anzeigen zieht die Grenze des Tatbestands. Nach einem bestätigten Hochrisiko-Tatbestand klappt der Block Möglicherweise greift eine Ausnahme mit vier Fallgruppen auf. Erst wenn Sie eine Fallgruppe bejahen, erscheint die Frage nach Profiling, und erst bei verneintem Profiling das Feld Begründung; mit bejahtem Profiling bleibt das System hochriskant. Bei jedem hochriskanten System folgt zusätzlich der Block Bestandsschutz, bei einem hochriskanten Fremdsystem außerdem die Fragen unter Werden Sie durch Ihre Nutzung selbst zum Anbieter? (Art. 25).

Rolle und vorläufiges Risiko prüfen

Am Ende jeder Karte stehen Daraus ergibt sich die Rolle: und Vorläufiges Systemrisiko:. Passt die Rolle nicht zu dem, was Sie über das System wissen, liegt der Fehler in einer Antwort darüber. Speichern & Weiter wird aktiv, sobald bei jedem System mit Vertiefungsfragen alle Fragen beantwortet sind, und führt zur Seite Einstufung.

Einstufung bestätigen

Ergebnis und Herleitung lesen

Die Seite Einstufung zeigt alle Systeme in einer Tabelle mit den Spalten System, Risikoklasse, Rolle und Was folgt daraus. Klicken Sie auf eine Zeile, um Warum diese Einstufung? aufzuklappen. Unter Festgestellt: stehen ausschließlich Ihre eigenen Angaben, also die gewählten Zwecke und die mit Ja beantworteten Fragen; unter Daraus folgt: stehen die Pflichten mit dem Normverweis, auf dem sie beruhen. Stimmt ein Satz unter Festgestellt: nicht, gehen Sie mit Zurück auf die vorherige Seite und korrigieren Sie die Angabe; die Einstufung rechnet sich daraufhin neu.

Die aufgeklappte Zeile zeigt unter „Festgestellt“ die eigenen Angaben und unter „Daraus folgt“ die Pflichten mit Normverweis.

Einstufung bei Bedarf anpassen

Das Stift-Symbol neben der Risikoklasse öffnet den Dialog Einstufung anpassen. Wählen Sie die Risikoklasse und tragen Sie eine Begründung mit Mindestlänge ein; Anpassung übernehmen setzt die Klasse sofort wirksam. In der Tabelle erscheint das Abzeichen Manuell angepasst mit Ihrer Begründung, die berechnete Klasse bleibt daneben dokumentiert. Anpassung entfernen setzt das System auf die berechnete Einstufung zurück.

Durchlauf für alle Systeme bestätigen

Speichern & Weiter ist auf dieser Seite die Bestätigung des gesamten Durchlaufs. Die Schaltfläche wird erst aktiv, wenn Einsatzzwecke und Vertiefungsfragen für alle Systeme vollständig sind; sonst nennt ein Hinweis über der Fußzeile die fehlenden Angaben. Ein Klick schreibt je System die wirksame Risikoklasse, die Rolle, die Einsatzzwecke und das Einstufungsdatum an den Wert im Asset-Register und legt eine versionierte Aufzeichnung der Einstufung an. Cenedril meldet Klassifizierung abgeschlossen und am KI-System dokumentiert. und öffnet das KI-Verzeichnis. Als Entwurf speichern hält den Stand einschließlich Ihrer Anpassungen fest, ohne etwas zu veröffentlichen.

Pflichten im KI-Verzeichnis sehen

Pflichtenliste je System aufklappen

Das KI-Verzeichnis führt unter Alle KI-Systeme jedes System als Karte: im Kopf Name, Anbieter und Rolle, rechts die Risikoklasse und der regulatorische Einsatzstatus, darunter Eingestuft am und die Zahl der anwendbaren Pflichten. Ein Klick auf die Pflichtenzahl, etwa 9 Pflichten anwendbar, klappt Pflichten in Bezug auf dieses System auf. Die Pflichten sind nach Geltungsbeginn gruppiert, Gilt bereits zuoberst, danach Gilt ab mit dem jeweiligen Datum; ein Verbot nach Art. 5 steht rot abgesetzt darüber. Die Liste hat bewusst keine Häkchen: Bearbeitet werden die Pflichten auf der Seite KI-Kontrollen umsetzen im Kapitel Regeln, Kompetenz & Umsetzung, wo aus jeder Pflicht eine Aufgabe mit Zuständigkeit wird. Verlangt die Einstufung eine Grundrechte-Folgenabschätzung, trägt die Karte das Abzeichen Erforderlich.

Die Pflichtenliste je System, gruppiert nach Geltungsbeginn: „Gilt bereits“ zuoberst, danach die Gruppen mit künftigem Datum. Häkchen gibt es hier keine, bearbeitet wird auf der Seite „KI-Kontrollen umsetzen“.

Kapitel abschließen

Unterhalb der Pflichtenliste folgen die Blöcke, in denen das Verzeichnis selbst geführt wird, beginnend mit Verantwortung und Unterlagen. Wie Sie diese Blöcke ausfüllen, beschreibt die Anleitung „KI-Verzeichnis pflegen“. Für den Abschluss des Kapitels genügt Speichern & Weiter: Cenedril schreibt die Aufzeichnung KI-Verzeichnis fort und kehrt zur Übersicht des KI-Compliance-Assistenten zurück.

Ergebnis: Alle KI-Systeme stehen als Werte im Asset-Register, jedes trägt Rolle, Risikoklasse und Einstufungsdatum, je System liegt eine versionierte Aufzeichnung der Einstufung vor, und das KI-Verzeichnis zeigt die anwendbaren Pflichten nach Geltungsbeginn. Die Kapitel Risiken & Folgenabschätzung und Anbieterpflichten setzen auf genau diesen Werten auf.

Häufige Fragen

Welche Systeme gehören ins KI-Inventar?

Jede Software, die aus Eingaben eigenständig Ergebnisse erzeugt: eingekaufte KI-Werkzeuge, KI-Funktionen in vorhandener Standardsoftware und Eigenentwicklungen, auch wenn sie auf einem fremden Modell aufsetzen. Eingebettete Funktionen bekommen einen eigenen Eintrag. Reine Datenbestände gehören als Werttyp „KI-Trainingsdaten“ ins Asset-Register, fest programmierte Logik ohne Lernanteil bleibt draußen. Im Zweifel nehmen Sie ein System auf; die Klassifizierung sortiert unkritische Fälle in wenigen Klicks aus.

Warum ist „Speichern & Weiter“ ausgegraut?

Auf der Seite Einsatzzwecke braucht jedes System mindestens einen Zweck. Auf der Seite Rollen und Systemrisiko müssen bei jedem System mit Vertiefungsfragen alle Fragen beantwortet sein, bei bejahter Fallgruppe zusätzlich die Profiling-Frage und gegebenenfalls die Begründung. Auf der Seite Einstufung muss beides zusammen vollständig sein. Der gelbe Hinweis über der Fußzeile nennt den Grund. „Als Entwurf speichern“ funktioniert auf allen drei Seiten jederzeit.

Kann ich die berechnete Risikoklasse ändern?

Ja. Das Stift-Symbol neben der Risikoklasse öffnet den Dialog „Einstufung anpassen“. Die Begründung ist Pflichtfeld mit Mindestlänge und sollte den betroffenen Tatbestand, den Grund der Abweichung und die Quelle der Einschätzung nennen. Die angepasste Klasse wird sofort wirksam, die berechnete bleibt daneben dokumentiert, und die Tabelle zeigt das Abzeichen „Manuell angepasst“. Über „Anpassung entfernen“ fällt das System auf die berechnete Einstufung zurück.

Was passiert, wenn sich ein System später ändert?

Vermerken Sie im KI-Verzeichnis über „Wesentliche Änderung vermerken“, was sich geändert hat. Das System erhält die Markierung „Neubewertung nötig“; die bestehende Einstufung bleibt, bis Sie den Durchlauf auf den Klassifizierungsseiten wiederholen und auf der Seite Einstufung erneut bestätigen. Jede Bestätigung verlängert die Versionskette der Aufzeichnung, der frühere Stand bleibt einsehbar.

Was bedeutet ein verbotener Einsatz in der Einstufungstabelle?

Trifft eine verbotene Praktik zu, erscheint in der aufgeklappten Zeile ein roter Kasten, und die Praktik steht rot in der Spalte „Was folgt daraus“. Bei einem bereits geltenden Verbot ist der Einsatz heute unzulässig; bei späterem Geltungsbeginn nennt der Kasten das Datum. Das Ergebnis lässt sich trotzdem bestätigen, damit der Befund dokumentiert ist, und das System wird als gesperrt geführt. Prüfen Sie, ob sich der Einsatz zulässig zuschneiden lässt, passen Sie die Zweckangaben an und bestätigen Sie erneut.