Geo-Redundanz bedeutet, dass IT-Systeme und Daten an geografisch getrennten Standorten vorgehalten werden. Fällt ein Standort durch Naturkatastrophe, Stromausfall oder Brand aus, übernimmt der andere die Funktion.
Der Mindestabstand zwischen den Standorten hängt von der Risikoanalyse ab — das BSI empfiehlt mindestens 200 km für Rechenzentren. Geo-Redundanz kann durch gespiegelte Rechenzentren, Cloud-Regionen oder Backup-Standorte umgesetzt werden. Die Herausforderung liegt in der Datensynchronisierung: Synchrone Replikation garantiert Datenkonsistenz, erfordert aber geringe Latenz; asynchrone Replikation ist toleranter, riskiert aber Datenverlust im Umfang des Replikationsintervalls. Im BCM- und DR-Kontext ist Geo-Redundanz eine der wirksamsten Maßnahmen für die Verfügbarkeit.