GPS-Spoofing ist die Fälschung von GPS-Signalen, um Empfänger über ihren tatsächlichen Standort oder die aktuelle Uhrzeit zu täuschen. Ein Angreifer sendet stärkere Signale als die echten Satelliten und übernimmt so die Kontrolle über die empfangene Position.
GPS-Spoofing betrifft nicht nur Navigation: Viele IT-Systeme nutzen GPS als Zeitquelle (NTP via GPS). Manipulierte Zeitstempel können Protokolldateien verfälschen, Zertifikatsvalidierungen stören und zeitgesteuerte Sicherheitsmechanismen aushebeln. Gegenmaßnahmen umfassen Multi-GNSS-Empfänger (GPS + Galileo + GLONASS), die Plausibilitätsprüfung der Signalstärke und die Nutzung mehrerer unabhängiger Zeitquellen. Für Drohnen und autonome Fahrzeuge ist GPS-Spoofing ein Sicherheitsrisiko mit physischen Folgen.